Insider-Tipps für den Ahornboden
Der Ahornboden und die Eng zählen zu den schönsten Plätzen der Alpen. Bevor du den eigentlichen Beitrag liest, bekommst du meine ganz persönlichen Insider-Tipps. Als Einheimischer kenne ich den Ahornboden und die beeindruckende Natur im Karwendel. Mit dem Auto oder Fahrrad geht es ganz entspannt durch die schöne Landschaft der Alpen. Du fährst auf einer der schönsten Panoramastraßen der Alpen praktisch ohne Steigung über den Ahornboden in die Berge. Alleine die Fahrt über den Ahornboden ist schon ein Erlebnis. Sie endet ganz hinten in der Eng, wo die Mautstraße in einen großen Parkplatz mündet. Hier ist Endstation mit dem Auto. Vom Parkplatz in der Eng kommst du zu Fuß selbst mit Kinderwagen oder Rollstuhl weiter hinein zur Eng Alm, ohne Anstrengung.
Geniessen kannst du die Almidylle am besten auf einer der Bänke direkt beim Bauernladen oder in der Rasthütte der Eng Alm. Dort bekommst du eine Brotzeit und den gut gereiften Käse der Alm. Jetzt im Herbst 2026 hat die Käserei der Engalm 3 Medaillen bei der Käseolympiade gewonnen. Du kannst diese Käse im Bauernladen probieren – und wenn er dir schmeckt, auch ein verpacktes Stück Almglück mit nach Hause nehmen.
Beachte die aktuellen Öffnungszeiten der Hütten am Ahornboden 2026:
- Engalm Rasthütte, wahrscheinlich bis incl. 26.10. offen: die zentrale Einkehr inmitten der Ahornbäume in der Engalm, großer Spielplatz mit Sonnenterrasse,
- Engalm Bauernladen, wahrscheinlich bis incl. 31.10. offen: Hier kannst du nach deinem Ahornboden Spaziergang auf eine Brotzeit einkehren und den echten Enger Almkäse kaufen (nur hier, nicht am Parkplatz!). Alle Engalm Infos.
- Binsalm, bis incl. 01.11. offen: Ideale kleine Wanderung, die du vom Ahornboden bei den Engalmen starten kannst. Geht für sportliche Eltern sogar mit Kinderwagen entlang der Forststraße. Hier die Beschreibung der Binsalm Wanderung.
- Plumsjochhütte bis incl. 01.11. offen: Perfekt für eine Mountainbiketour durch die herbstliche Landschaft. Im Spätherbst ist auch die sonnige Wanderung zur Hütte beliebt, hier das Plumsjochhütte Hüttenportrait.
Nun geht es weiter mit meinen Ahornboden Erlebnissen.
Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
DER REISEBLOGGER
Markus Schmidt
Das Tortal im Karwendel
Das Tortal ist ein wildromantisches Seitental im Karwendel, oberhalb von Hinterriß. Es ist geprägt von den mächtigen Torwänden und dem rauschenden Torbach. Besonders beeindruckend ist die nicht begehbare Tortalklamm mit ihren Wasserfällen. Im Tal liegt die Tortalalm, die im Sommer bewirtschaftet wird. Das Tortal ist autofrei und somit ein Ort ursprünglicher Ruhe. Es ist Teil der beliebten Tortal-Rohntal-Runde. Der Weg bietet Tiefblicke und alpine Natur pur. Ideal für Wanderer, die ein intensives Bergerlebnis suchen.


Wo ist das Tortal im Karwendelgebirge?
Gleich am Ortsrand von Hinterriß fließt das Wasser des Torbachs in den Rißbach. Gut 100 Meter später in Richtung Eng und Ahornboden biegt rechts der Weg in das Tortal ab. Auf einem breiten Schotterweg geht es bergwärts durch den Wald. Zwei Kurven oberhalb des Rißtals gibt der Wald einen kurzen Blick über den Ort ab. Danach ist in Höhe des Jungfernsprung die Tortalklamm zu sehen.
Die Tortalklamm:
Ein herausragendes Merkmal des Tortals ist die Tortalklamm. Diese tief eingeschnittene Schlucht ist nicht begehbar, aber von verschiedenen Punkten des Wanderweges in das Tortal und besonders vom Aussichtspunkt Jungfernsprung oberhalb von Hinterriß gut einsehbar. Hier stürzt der Torbach in eindrucksvollen Kaskaden und Wasserfällen hinab. Der Blick in die Klamm vermittelt die gigantische Dimension der Schlucht.

Die Tortalklamm in Hinterriß
Die letzten 80 Höhenmeter aus dem Tortal überwindet der Torbach durch eine Klamm. Sie ist so schmal und eng, daß kein Weg zum Wandern durch diese Schlucht führt. Wenn du im Tortal hinauf wanderst, gibt es aber einen Blick hinunter auf eine der Gumpen der Tortalklamm. Die Dimension der Schlucht wirkt von hier oben gigantisch.


Durch das Tortal wandern zur Tortalalm
Von der Aussicht auf die Tortalschlucht geht es relativ eben hinein zur Tortalalm. Auf dem Weg liegen immer wieder schöne Blicke auf den Torbach. Er rauscht hörbar ins Tal. Hinten am Ende des Tortals sind die Wände des Karwendel. Pfeilgerade erheben sie sich rund 1300 Höhenmeter über dem Talboden. Die Talelespitze, der Kuhkopf und Lackenkarkopf gehören zur Gruppe der Torwände. Glasklar ist das Wasser des Torbachs. Gespeist wird er von zahlreichen Quellen unterhalb der Tortalalm. Im Quellgebiet ist es schön zu sitzen und zu staunen.
Von den Tortalquellen zur Tortalalm

Auf halber Strecke des rund 4 Kilometer langen Tortals befinden sich die Quellen links vom Wanderweg. Ein kleines Moorgebiet bildet sich hier im Wald. Hinter dieser Stelle führt die Karwendel Wanderung in den Wald hinein.
Tortalalm Niederleger im Karwendel
Bevor es steil wird, liegt die Tortalalm auf einer kleinen Waldlichtung. Im Juni sind hier die Bauern mit den Kühen. Ausgeschenkt wird frische Milch und Buttermilch an durstige Wanderer. Von der Alm führt ein Wanderpfad hinauf zum Tortalalm Hochleger. Hier die Beschreibung dieser Wanderung mit Übergang über die Torscharte ins Rohntal: Wanderung Tortal.
Parken im Tortal
Die Befahrung des Tortals mit dem Auto ist nicht möglich. Die Forststraße ist für Autos und Radfahrer gesperrt. Zum Parken gibt es nahe des Taleingangs einen Parkplatz, den Wanderparkplatz am Eingangs von Hinterriß.
Das Tortal zweigt vom Rißtal ab
Das kleine Seitental in der Region Ahornboden ist landschaftlich ein Traum. Mit der Klamm, dem sauberen Tortalbach, den Quellen und der Tortalalm lohnt sich ein Besuch in diesem Teil des Karwendel. Toll ist, daß bislang nicht so viele Besucher den Weg in das Tortal verlaufen. Mehr Informationen über das Rißtal.



