Kompar

Meine Kompar Wanderung

Das ist dein Ausblick am Kompar über den Ahornboden und die Eng
Das ist dein Ausblick am Kompar über den Ahornboden und die Eng

Der Kompar ist einer der schönsten Aussichtsberge, um das Risstal und den weltbekannten Ahornboden von oben zu sehen. 2011 Meter ist der Gipfel hoch, rund 1000 Höhenmeter erhebt er sich über das Risstal. Die sonnige Exponation machen den Kompar zur idealen Frühlingswanderung oder Herbstwanderung! Im Sommer solltest du hier oben nicht in der Mittagszeit wandern, dann wirst du in der Sonne „gebraten“. Sehr zu empfehlen ist die Rundtour über die Plumsjochhütte, so hast du eine sehr gemütliche Einkehrmöglichkeit mit Sonnenterrasse und viel Ausblick. Zudem ist die Plumsjochhütte eine der urigsten Almen im Bereich des Ahornboden.

Anreise zum Kompar

Start für diese Wanderung ist meist der Parkplatz bei den Hagelhütten im Risstal. Du erreichst den Wanderparkplatz über die Mautstraße ab Hinterriß. Er ist beschildert als Parkplatz P8. Der Einfachheit halber findest du hier die passende Google Karte für deine Anfahrt. Das ist perfekte Ausgangspunkt für die Rundwanderung im Risstal – vor allem wenn du aus dem Bereich rund um München kommst.

Alternativ und für die meisten ein Geheimtipp, ist die Anreise von der anderen Seite, über den Achensee. Das ist die kürzeste Anreisemöglichkeit für alle Tiroler. Auch hier führt eine Mautstraße ins wilde Karwendel hinein. Sie beginnt in Pertisau am Ortsrand und endet am Gern Parkplatz. Von hier kannst du ebenfalls Richtung Kompar wandern. Auf dem Weg zum Gipfel kommst du auf dieser Route erst an der Plumsjochhütte vorbei. Von dort führt ein wahnsinnig schöner Wanderweg aussichtsreich hinauf zum Gipfel. Details zur Anreise und Bilder vom Zustieg findest du in meinem Hüttenportrait über die Plumsjochhütte.

Meine empfehlenswerte Route

Auf den Kompar wandern: Im Bild links ist der Hasentalalm Hochleger - rechts der Gipfel
Auf den Kompar wandern: Im Bild links ist der Hasentalalm Hochleger – rechts der Gipfel

Zurück zur Kompar Wanderung ab Hagelhütten. Empfehlen würde ich die Rundwanderung in dieser Form: Aus dem Risstal zur Hasentalalm wandern, über Mittelleger und Hochleger auf den Kompar, zurück über das Satteljoch und die Plumsjochhütte. Auf dieser Wanderung überwindest du ca. 1000 Höhenmeter. Ich würde je nach Tempo 3-4 Stunden reine Gehzeit planen, plus genügend Zeit für die Panoramaschau entlang der wirklich aussichtsreichen Wanderung und das gute Essen auf der Plumsjochhütte. Die Wanderung verläuft über schöne Wanderpfade!

Tipp: Wenn du Zeit hast, lohnt sich hier oben auch der Sonnenuntergang samt einer Übernachtung auf der Hütte. Du hast von dieser Hütte einen Blick auf die Sonne, die dann direkt hinter den Karwendelspitzen verschwindet und die ganze Umgebung der Almhütte in samtweiches Licht taucht. Ich kenne keine andere Hütte im Karwendel, auf der du bis zum Sonnenuntergang in der Sonne sitzen kannst!

Die schöne Kompar Wanderung

Am Parkplatz Hagelhütten folgst du dem breiten Feldweg. Er bringt dich über den Rißbach. Auf der anderen Seite vom Bach orientierst du dich links – rechts kommst du hinauf zur Plumsjochhütte. Das ist dann der Rückweg. Nun aber links hinauf in Richtung Hasentalalm. Es ist eine unscheinbare Holzhütte, die auf dem langgezogenen Bergrücken auf der Wiese steht. Im Sommer sind dort die Kühe auf Sommerfrische und das Almpersonal wohnt in der kleinen Hütte. Sie wird aber nicht gastronomisch bewirtschaftet. Die meisten Leute hasten daher an dieser Alm vorbei – immer den Gipfel als Ziel vor den Augen. Aber stopp mal im Bereich der Almhütte! Nimm dir kurz Zeit für einen Blick zurück: Du siehst rund um die Hasentalalm zum Ahornboden! Unvorstellbar und spektakulär, weil man davon unten gar nichts sieht und den Ahornboden Blick nicht erwarten würde. So ging es mir jedenfalls. Dreh dich also unbedingt mal um und richte deinen Blick nicht immer nur bergauf. Der Ahornbodenblick ist einmalig – mit den großen Ahornbäumen im Blick und den umgebenden Felswänden. Aber es kommt oben noch besser!

Einfach den Wandersteig weiter hinauf wandern, immer in Richtung Kompar. Mit den Höhenmetern lichtet sich der Wald immer mehr und du kommst auf den freien Almwiesen am Hasentalalm Hochleger an. Nun siehst du das Risstal in Richtung Hinterriss und den grasbewachsenen Kompar. Von dieser Seite wirkt er lieblich, Dank der weiten Grasfläche. Von dieser Seite aus dem Risstal ist die Wanderung daher ein Genuß. Auf der anderen Seite fällt dieser Berg aber sehr schroff ab und ist felsig, nichts zum wandern. Du siehst das oben am Gipfel.

Schöner Gipfel – ohne Gipfelkreuz

Das ist das "Kompar Gipfelkreuz"
Das ist das „Kompar Gipfelkreuz“

Die letzten Meter sind etwas steiler. Der Wandersteig ist schmal und steil, dann stehe ich oben am Kompar. Wahnsinn und echtes Karwendel, mit dem weiten Blick auf die schroffen Bergspitzen. Aber wo ist das Gipfelkreuz? Als ich oben war, gab es gar kein richtiges Kreuz, sondern zwei aus Zweigen handgemachte „Gipfelkreuzchen“. Das wundert mich, wo doch sonst jeder der schönen Karwendelberge ein Gipfelkreuz ziert. Vielleicht traut sich niemand, ein Kreuz aufzustellen, weil ja am benachbarten Scharfreuter immer wieder das Holzkreuz abmontiert und beschädigt wurde… Wie auch immer. Die Aussicht am Kompar ist grandios! Während ich schon beim Aufstieg den Blick über den Ahornboden, die Falkengruppe und all die anderen bekannten Gipfel schweifen lassen konnte, sehe ich nun auch Richtung Norden. Das ist der Blick dort oben Richtung Norden, schau hier das Bild:

Ausblick am Kompar über das Karwendel in Richtung Norden
Ausblick am Kompar über das Karwendel in Richtung Norden

Lass dir ein bißchen Zeit für die Gipfelschau. Wenn nicht viele Leute oben sind, findest du auf dem grasigen Gipfel tolle Plätze zum Sitzen und Staunen. Nicht minder beeindruckend ist der Blick auf die andere Seite. Hier siehst du auch gleich den weiteren Verlauf der Wanderung: Links im Bild folgst du dem Wandersteig über den „Grasbuckel“. Das ist das Satteljoch, das Richtung Plumsjochhütte abfällt.

So geht die Kompar Wanderung weiter - links Richtung Satteljoch
So geht die Kompar Wanderung weiter – links Richtung Satteljoch

Kompar Wanderung zum Satteljoch

Vom Gipfel geht es nach der kurzen Pause ein Stück zurück wie beim Aufstieg. Dann aber nicht hinunter zum Hochleger zum geradeaus weiter, Richtung Plumsjochhütte. Du kannst dem beschilderten Wandersteig rechts um das Satteljoch folgen oder links dem ebenfalls markierten Wandersteig über das Satteljoch. Letzteres würde ich dir empfehlen, weil du so mehr Aussicht hast und es auch nicht wirklich mehr Höhenmeter sind. Der Steig um das Joch hat nämlich nur kleinere Gegensteigungen. Das Satteljoch hat ein besonderes Kreuz, du siehst es schon von weitem.

Satteljoch Gipfelkreuz - ein riesiger Bildstock
Satteljoch Gipfelkreuz – ein riesiger Bildstock

Es ist weniger ein Kreuz, als ein riesiger Bildstock. Aufgestellet wurde es für einen Würdenträger der Kirche, der sich scheinbar verdient gemacht hat. Wenn du mehr darüber lesen willst, kannst du hier den Beitrag über das Plumsjoch lesen. Vom Bildstock am Satteljoch gewinnst du nochmal schöne Eindrücke von einem weiteren Gipfel. Du kannst hinüberschauen zum bekannten Gipfel in der Nähe, der Mondscheinspitze. Das ist ebenfalls eine tolle Wanderung im Karwendel, aber ein Stück weit anspruchsvoller. Während die Kompar Wanderung durchwegs eine rote mittelschwere Wanderung ist, wird die Mondscheinspitze als schwarze, schwierige Bergtour klassifiziert. Eine tolle Tour, aber nicht das heutige Ziel. Du siehst vom Satteljoch auch einen kleinen Zipfel vom türkisgrünen Achensee und hinunter auf das nächste Etappenziel, die Plumsjochhütte. Das ist das Bild dazu:

Ausblick am Satteljoch auf die Plumsjochhütte überragt von Bettlerkarspitze und Schaufelkarspitze
Ausblick am Satteljoch auf die Plumsjochhütte überragt von Bettlerkarspitze und Schaufelkarspitze

Nun ist es nicht mehr weit zur Plumsjochhütte. Wenig Minuten brauche ich vom Bildstock hinunter zur Hütte. Es ist ein schmaler und zum Teil schwer sichtbarer Steig. Aber verirren kannst du dich da oben nicht, im Zweifelsfall geht es direkt über die Almwiese zur Hütte. Mir gefällt es auf der Plumsjochhütte sehr gut. Früher habe ich hier schon die Wirtin Gerade besucht, die mittlerweile in Rente ist. Aktuell bewirtschaftet Willi mit seinem Team die Hütte. Du bekommst gutes Essen inmitten einer einmaligen Kulisse. Eine Stunde kannst du es leicht hier aushalten oder auch mehr…

Plane aber auch deinen Rückweg ins Tal ein: Von der Plumsjochhütte geht es rund 600 Höhenmeter hinunter zum Ausgangspunkt ins Risstal – oder auf der anderen Seite rund 500 Höhenmeter Richtung Achensee. Je nachdem wo dein Startpunkt war und das Auto parkt.

Traumhafte Kompar Wanderung

Die Kompar Wanderung ist für mich eine Traumtour! Wie schon geschrieben ist aufgrund der sonnigen Lage der Frühling und der Herbst ideal zum wandern. Im Frühling blüht hier oben auch der blaue Enzian sehr zahlreich. Diese Karwendel Wanderung ist kein Geheimtipp mehr, aber es ist weit weniger los als auf den Wandersteigen von der Eng Alm hinauf zu den beiden Hütten. Den Wandersteig aus dem Risstal kann man auch gut mit wanderfreudigen Kindern wandern! Wenn du von der Achensee-Seite startest, folgst du einem breiten Wandersteig, der im Frühling und Herbst sehr schattig liegt.

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Für mich ist es eine der schönen Karwendel Wanderungen, die man immer machen kann und begeistert ist. Probier es mal aus! Merk dir diesen Pin auf Pinterest, damit du diesen Wandertipp wieder findest oder teil die Wanderung mit deinen Freunden, die du gerne mitnehmen willst – über Facebook, WhatsApp oder Email. Einfach auf das Symbol deiner Wahl unter den Bildern klicken:

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