Skitour im Frühling? Rauf auf den Hochglück in der Eng

Wahrlich beeindruckend: Die Spritzkarspitze beim Start der Hochglück Skitour im Karwendel

Geniale Skitour aus dem Rißtal auf den Hochglück
Nach meiner Skitour auf den Hochalplkopf zeige ich euch heute die wohl beliebteste Skitour im Gebiet rund um den Ahornboden. Es ist die Skitour auf den Hochglück. Sie beginnt ganz hinten im Rißtal, am Parkplatz in der Eng. Im Frühling ist hier ein großer Ansturm: Wenn woanders längst kein Schnee mehr für Skitouren liegt, geht es am Hochglück recht lange mit den Tourenski. Und der Hang ist ideal von der Neigung her für eine Frühlingsskitour. Die breite Skiabfahrt im Firn ist traumhaft. Also findet hier die Beschreibung der Hochglück Skitour am Ahornboden.

Der Ausgangspunkt der Hochglück Skitour
Passend zur Öffnung der Mautstraße am 01.05. ist das ein sehr guter Zeitpunkt, um die Skitour auf den Hochglück zu planen. Denn sonst ist die Anreise zum Ausgangspunkt dieser Skitour etwas mühsam: Viele Bergfreunde satteln im April vor der Öffnung der Mautstraße in die Eng in Hinterriß vor der Mautschranke auf das Fahrrad. 12 Kilometer geht es dann samt Skitourenausrüstung auf dem Rücken per Bike über den großen Ahornboden bis in die Eng. Dort hinauf auf die Tourenski und los geht´s. Gemütlicher ist es ab 01.05. - mit dem Auto bis zum Parkplatz in der . Der Nachteil: Das machen viele Skitourengeher...

---> Traumhaft ist meine winterliche Fahrt mit dem Auto über den Ahornboden: - Video folgt.

Von der Eng auf den Hochglück?
Eigentlich führt für die meisten Skitourengeher die Skitour nicht auf den Hochglück, sondern die 2387 m hohe Hochglückscharte. Sie liegt zwischen dem 2573 m hohen Hochglück und der 2610 m hohen Eiskarlspitze. Nur wer von der Scharte noch genügend Kraft und Mut hat, mit Skistiefel in dem ausgesetzen Felsen (bis Schwierigskeitsstufe II)  zu klettern, erreicht den eigentlichen Hochglück. Das trifft aber auf die wenigsten Skitourenfreunde zu, es muß ja auch nicht der Gipfel sein. Selbst die Scharte kann man ganz oben nicht mit den Tourenski befahren.

Der Blick von oben auf die Engalm und den großen Ahornboden im Winter

Die Skitourenroute zur Hochglückscharte - zum Kirchl
Vom Parkplatz in der Eng geht es aus dem Almboden hinter der Engalm hinauf. Wo der Sommerweg zur Binsalm führt, steht ein unscheinbares Gebäude noch am Talboden (ein Stromkraftwerk). Hier geht es hinauf in Richtung Spritzkarspitze. Links von dem leicht bewaldeten Bergfuß geht es ideal mit den Tourenski hinauf. Die Steigung ist ok und so erreiche ich bald den Felsenim Karwendel. Er wird von den Einheimischen als "Kirchl" bezeichnet, für viele Skitourengeher ist es der "Brotzeitfelsen". Es ist ein riesiger Felsblock auf einem kleinen Plateau unterhalb der Bergspitzen. Die Spritzkarspitze überragt das Kirchl eindrucksvoll.

Beim Kirchl geht es links haltend über die relativ ebene Fläche, um dann dem Gelände folgend in einem breiten Bogen nach rechts aufzusteigen. Ich gehe nicht direkt rechts hinauf, hier ist eine lawinengefährliche Stelle. Nach dem Aufstieg über den Bogen ist das Hochplateau unterhalb vom Hochglück erreicht. Nimm dir kurz Zeit und schau auch mal hinunter ins Tal, du überblickst den schöenn Ahornboden. Das Ziel Hochglückscharte ist bald in Sicht, es dauert aber noch ein bißchen, bis das Ziel erreicht ist. Links bewundere ich die die winterliche Lamsenspitze.

Ein gruppiertes Berggelände liegt nun vor mir. Durch eine geschickte Routenwahl (eher links haltend und dann in einem Bogen nach rechts) ersparst du dir unnötiges auf und ab. So komme ich in das Kar unterhalb vom Hochglück. Bis hierher ist die Steigung gut zu gehen. Die folgendenen Meter braucht es ein paar Spitzkehren. Dann ist das Skidepot unterhalb der Hochglückscharte erreicht. Die letzten 20 Meter des Aufstiegs erfolgen durch die schmale und steile Rinne ohne Ski.

Der Aufstieg durch die Hochglückscharte zu Fuß
Der Ausblick von der Hochglückscharte auf das Karwendel

Die Hochglückscharte im Karwendel
Von der Hochglückscharte siehst du hinüber nach Süden ins Inntal, die Tuxer Alpen und die südlich gelegenen Spitzen im Karwendelgebirge. Kurz ist die Rast hier oben, weil nicht viele Skitourengeher Platz finden. Gerade wenn noch viel Schnee liegt. Ich bewundere die Aussicht und mache mich an den Abstieg und die Abfahrt.

---> schau dir den kurzen Film an, du wirst begeistert sein:

Rund 1200 Höhenmeter bester Abfahrt liegen bei der Hochglück-Skitour vor mir. Immer wieder die tollen Blick auf das Karwendelgebirge, zum Schluß nochmal die Engalm und das Rißtal von oben. Ein wunderbarer Skitourentag geht für mich am großen Ahornboden zu Ende.

Auf dem Rückweg kehre in Hinterriß beim Tiroler Wirtshaus, dem Gasthof zur Post ein. Sehr gut hat mir dort zuletzt das Cordon Bleu geschmeckt. Das Gasthaus in Hinterriß hat auch im Winter geöffnet und nur wenige Tage vor dem ersten Mai geschlossen.

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